Positionspapier: Gesundheit von Kindern und Jugendlichen jetzt stärken

Kinder, Jugendliche und ihre Familien haben zum Schutz aller in den vergangenen Monaten auf vieles verzichtet und damit Enormes geleistet. Umso bitterer ist es, dass sie bei den Maßnahmen der Staatsregierung zur Eindämmung von der Corona-Pandemie, die sie und ihre Familien auch schützen sollten, immer das Schlusslicht bildeten, egal ob es um die Beschaffung von Luftreinigungsgeräten oder digitaler Ausstattung in den Schulen ging, um Freizeitsport im Verein oder Testangebote für sicheren Kita-, Schul- und Hortbetrieb ging.

 

Vieles muss jetzt nachgeholt werden - Nachhilfe- und Förderprogramme für Schüler*innen sind nötig, um Lernrückstände aufholen zu können und die psychischen Folgen für Kinder und Jugendliche abzufedern. Dabei geht es nicht nur um die fehlenden Mathematikstunden, sondern es geht auch darum, sich wieder in einen geregelten Schulalltag einzufinden oder etwa auch wertvolle Angebote im Schulsport zu schaffen.

 

 Wir fordern Maßnahmen, um die Spuren, die die Corona-Pandemie bei vielen Kindern und Jugendlichen unter anderem aufgrund fehlender sozialer und sportlicher Aktivitäten hinterlassen hat, zu bewältigen. Zum einen dürfen wir natürlich die Kinder und Jugendlichen, die einen schweren Covid-19 Verlauf, PIMS oder Post-Covid gehabt haben, nicht vergessen. Für diese muss es Rehaplätze und Post-Covid-Ambulanzen sowie ausreichend Ergo- und Physiotherapieplätze geben. Auch Jugendlichen mit Vorerkrankungen muss, in Absprache mit Eltern und Hausärzt*innen, die Impfung ermöglicht werden. Zum anderen: Der Bewegungsmangel, der durch fehlende Sport- und Freizeitmöglichkeiten entstand, kann Entwicklungsverzögerungen und Übergewicht verursachen und Niedergeschlagenheit verstärken.