Pressemitteilungen

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Task Force erhebt schwere Vorwürfe gegen das Friedberger KrankenhausGravierende Mängel im Umgang mit Covid-19 Infizierten

Merching, 24.02.2021

 

 

Die massiven Versäumnisse, die die Task Force des Landesamtes für Gesundheit jetzt in der Friedberger Klinik in ihrem Zwischenbericht aufgedeckt haben, sind erschütternd und müssen umgehend lückenlos aufgeklärt werden.


„Es kann nicht sein, dass es gerade in Zeiten der Pandemie zu solch eklatanten Versäumnissen in der Umsetzung von Hygienevorschriften kommt und sowohl Patient*innen als auch das KIinikpersonal der Gefahr einer Ansteckung ausgesetzt werden. Dafür gibt es keine Entschuldigung“, so Christina Haubrich, gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen im Landtag und Abgeordnete im Landkreis.
Eine Erklärung der Verantwortlichen, wie es dazu kommen konnte, ist jetzt das Mindeste. Die Folgen dieses Fehlverhaltens können leider nicht mehr rückgängig gemacht werden, das ist tragisch und hat traurigerweise sieben Menschen das Leben gekostet. Umso mehr müssen wir jetzt dafür sorgen, dass so etwas nie wieder passiert, in keiner Klinik, in keiner Einrichtung.


„Sollte es sich bewahrheiten, dass eine Dienstanweisung zum Umgang mit Covid-Fällen erst zwei Monate nach Ausbruch rausgegeben worden ist und es zudem keine räumliche und personelle Trennung zwischen Gesunden und Infizierten, Verdachtsfällen sowie Kontaktpersonen gab, dann muss die Frage nach Konsequenzen für die Verantwortlichen hier erlaubt sein“, so Haubrich.

 

Christina Haubrich, MdL

Gesundheitspolitische Sprecherin

 

Pressemitteilung: Erster Fall einer Corona-Mutation im Landkreis

Merching, 02.02.2021

 

 

Mutationen-Screenings müssen unverzüglich umgesetzt werden!

 

Im Krankenhaus Aichach gibt es den ersten Nachweis einer Corona-Mutation. Die Abgeordnete Haubrich fordert unverzüglich eine systematische Überprüfung aller positiven Corona-PCR-Tests auf Virusvarianten. Rückwirkend bis zum 01.01.2021.

 

„Wir wissen mittlerweile, dass sich der Anteil der neuen Virusvarianten innerhalb weniger Tage rasant vervielfacht. Deshalb frage ich mich, warum die bayerische Staatsregierung nicht längst alle Hebel in Bewegung gesetzt hat, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern“, so Christina Haubrich, gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen im Landtag. Aufgrund der höheren Infektiosität mancher Mutationen muss der Ausbreitungsgrad dieser Varianten konsequent erforscht und nachverfolgt werden. Denn nicht nur eine höhere Ansteckungsrate könnte das Problem sein. Es gibt erste Hinweise, dass die Corona-Mutationen womöglich auch zu schwereren Krankheitsverläufen führen.

 

„Wir müssen jetzt alles daransetzen, dass die Veränderungen des neuartigen Corona-Virus frühzeitig entdeckt werden“, fordert Haubrich. Und dazu gehört die Durchführung eines vollständigen Screenings aller positiven PCR-Tests auf die bereits bekannten Mutationen in Bayern: „Das Ziel muss sein, mutierte Virusvarianten so früh wie möglich zu erkennen, um die Verbreitung in der Bevölkerung, und somit einen erneuten exponentiellen Anstieg der Neuinfektionen zu verhindern.“

 

Es gibt bereits neue Verfahren, die gleich in einem Schritt Covid-19 und bekannte Mutanten nachweisen können. Oder der Nachweis erfolgt in einem zusätzlichen zweiten spezifischen PCR-Test. Zusätzlich sind umfassende Sequenzierungen nötig, um das Virus bis ins kleinste Detail zu untersuchen und weitere Mutationen rechtzeitig zu erkennen. „Sämtliche positiv getesteten Corona-Proben müssen rückwirkend bis zum 01. Januar 2021 auf Mutanten hin überprüft werden“, fordert Haubrich. „Damit bekommen wir nicht nur einen Überblick über die Ausbreitung in Bayern, sondern können auch eine eventuelle Verbreitung der Corona-Mutationen identifizieren.“

 

Christina Haubrich, MdL

Gesundheitspolitische Sprecherin

 


Pressemitteilung: Hürden beim Impfen endlich abbauen und lebensrettenden Pieks ermöglichen!

29. Januar 2021 

 

Landtags-Grüne fordern vereinfachte Onlineanmeldung und Telefonangebote in Gebärdensprache 

 

München (29.1.2021/vlu). Das CSU-Gesundheitsministerium bessert bei der Onlineanmeldung zu Impfterminen in Bayern und telefonischen Angeboten in Gebärdensprache noch immer nicht in der benötigten Weise nach, das geht aus der Antwort (Anhang) auf einen offenen Brief (Anhang) der drei Mitglieder der Landtags-Grünen im Gesundheitsausschuss Christina Haubrich, gesundheitspolitische Sprecherin, Kerstin Celina, sozialpolitische Sprecherin, und Andreas Krahl, pflegepolitischer Sprecher, hervor.

 

Auf der Impfplattform BayIMCO müsse immer noch eine E-Mail-Adresse pro Person hinterlegt werden, über die viele Seniorinnen und Senioren aber nicht verfügen, kritisiert Christina Haubrich. Sie fordert: „Die Söder-Regierung muss die Terminvereinbarung endlich so vereinfachen, dass Haushalte, die nur eine Emailadresse besitzen, sich auch mit mehreren Personen anmelden können, oder sie muss eine Identifikation über die Personalausweisnummer möglich machen. Ältere Generationen dürfen nicht von der Onlineterminvereinbarung ausgeschlossen werden!“

 

Ebenfalls nur schleppend voran geht es mit dem Online-Angebot in verschiedenen Sprachen und der Integration eines Gebärdensprachetelefons. „Im achten Jahr von Bayern barrierefrei 2023 ist es schlicht ein Armutszeugnis, wenn der CSU-Gesundheitsminister jetzt erst prüft, wie Telefonie in Gebärdensprache ermöglicht werden kann“, sagt Kerstin Celina. „Da hat die Söder-Regierung offenbar ihr eigenes Regierungsprogramm vergessen.“ Außerdem seien die anfänglichen Probleme bei der Zuordnung von Postleitzahlen unverständlich, die zu Terminvergaben außerhalb von Heimatlandkreisen führten.

 

„Diese ganzen Hürden, die Impfwillige demotivieren und die Impfbereitschaft senken, müssen sofort abgebaut werden“, fordern Christina Haubrich und Kerstin Celina. „Gerade mit Blick auf die Gefahr durch Mutationen ist es wichtig, schnelle, unkomplizierte und barrierefreie Wege zu bahnen, damit möglichst viele Menschen diesen lebensrettenden Pieks bekommen!“

 

 

Den offenen Brief und die Antwort finden Sie als pdf im Anhang.

 

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Vanessa Lünenschloß

Pressereferentin

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Anschreiben an den Gesundheitsminister Klaus Holetschek und Sozialministerin Carolina Trautner
21-01-29 Brief Probleme Impfportal.pdf
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Antwort Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
21-01-29 Antwortschreiben_Impfplattform
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Pressemitteilung: Unnötige Hürden für Impfwillige zügig abbauen

19. Januar 2021

 

Andreas Krahl fordert zügig Erleichterungen bei der Impfterminvergabe für Seniorinnen und Senioren

 

In einem offenen Brief (Anhang) wenden sich die Abgeordneten der Landtags-Grünen, Andreas Krahl, Christina Haubrich und Kerstin Celina an Sozialministerin Carolina Trautner sowie den Gesundheitsminister Klaus Holetschek, um Probleme bei der Impfterminvergabe schnellstmöglich aus dem Weg zu räumen.

 

„Täglich erreichen mich Anrufe und Mails von Betroffenen, die sich nicht zu einem Impftermin anmelden konnten", schildert der seniorenpolitische Sprecher der Landtags-Grünen, Andreas Krahl. Laut Krahl reichen die Probleme dabei von nichtvorhandenen E-Mail-Adressen der über Achtzigjährigen, über Sprachbarrieren bis hin zu ständig belegten Telefonleitungen.

 

Andreas Krahl schlägt daher eine Reihe von Verbesserungen vor, die schnell umsetzbar sind: „Ältere Menschen müssen sich auch über eine Vertrauensperson anmelden können, die Identifikation kann leicht über den Personalausweis erfolgen; Die Telefonkapazitäten müssen massiv ausgeweitet werden, ebenso bedarf es der Mehrsprachigkeit des Portals sowie die Möglichkeit der Impfanmeldung über ein Gebärdensprachtelefon."

 

Andreas Krahl ist sich der Kraftanstrengung aller Beteiligten bei der Pandemiebewältigung sehr bewusst, nur "müssen die bestehenden Hürden schnellstmöglich behoben werden, um durch Frustrationen bei Bürgerinnen und Bürgern die hohe Impfbereitschaft nicht zu gefährden."

 

Den offenen Brief finden Sie als pdf im Anhang.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Susanne Günther

Pressereferentin

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Anschreiben an den Gesundheitsminister Klaus Holetschek und Sozialministerin Carolina Trautner
Brief Probleme Impfportal.pdf
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Pressemitteilung: Baustelle Kontaktnachverfolgung: Personal besser einsetzen und digitale Daten nutzen!

14. Januar 2021

 

Christina Haubrich fordert Analyse des Hilfskräfte-Einsatzes und Abkehr von Stift und Zettel

 

„Die Nachverfolgung von Kontakten Corona-Infizierter läuft in Bayern nach wie vor nicht optimal“, kritisiert Christina Haubrich, gesundheitspolitische Sprecherin der Landtags-Grünen. „Besonders bei Personaleinsatz und Digitalisierung muss dringend nachgebessert werden!“ Konkrete Defizite offenbart die Antwort auf eine Anfrage der Landtags-Grünen (Anhang) an das CSU-Gesundheitsministerium.

 

Demnach ist das Hilfskräfte-Potential zur Unterstützung der Gesundheitsämter bisher nicht ausgeschöpft. „Das macht schon stutzig“, so Christina Haubrich. „Es ist ja bekannt, dass die Gesundheitsämter am Anschlag arbeiten, aber mit der Nachverfolgung von Kontakten nicht hinterherkommen. Wenn Personal-Reserven ungenutzt bleiben, muss die Söder-Regierung das untersuchen und eingreifen.“

 

Zudem setzt das CSU-Gesundheitsministerium nach wie vor auf Stift und Zettel und lässt wichtige Zahlen nicht auswerten. So müssen getestete Personen ihre Kontakte auf einem Notizblatt angeben, statt sie gleich digital erfassen zu lassen. Bisher wurde bei den Gesundheitsämtern nicht abgefragt, wieviel Zeit von einem positiven Befund bis zur Identifizierung aller Kontakte vergeht. „Das sind wichtige Werte, um zu wissen, ob die Nachverfolgung weiter beschleunigt werden muss“, mahnt Christina Haubrich. „Eine saubere, schnelle Analyse kann nur gelingen, wenn Daten konsequent digital erfasst werden. Die Söder-Regierung hat hier eine gewaltige Baustelle, mitten in der zweiten Welle der Pandemie.“

 

Unsere sendefähigen O-Töne zum Thema finden Sie im Audiobereich auf unserer Homepage unter https://www.gruene-fraktion-bayern.de/presse/audio/

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Vanessa Lünenschloß

Pressereferentin


Pressemitteilung: Unkluger Vorstoß des Ministerpräsidenten

12. Januar 2021 

 

Christina Haubrich: Impfzwang darf es in Deutschland nicht geben - auch nicht für einzelne Bevölkerungs- oder Berufsgruppen  

 

 Zu der von Bayerns CSU-Ministerpräsident Söder angestoßenen Debatte über eine Impfpflicht für Pflegekräfte erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Christina Haubrich:

 

„Dieser Vorstoß von Markus Söder war möglicherweise unbedacht, in jedem Fall aber unklug. Statt durch Aufklärung und motivierende Kommunikation die Impfbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger zu fördern, sorgt der Ministerpräsident für Verunsicherung und gießt Wasser auf die Mühlen der Impfgegner und -skeptiker. Klar ist: Einen Impfzwang darf es in Deutschland nicht geben - nicht für einzelne Bevölkerungs- oder Berufsgruppen und schon gar nicht für die gesamte Bevölkerung.“

 

Einen sendefähigen O-Ton zum Thema finden Sie im Audiobereich auf unserer Homepage unter https://www.gruene-fraktion-bayern.de/presse/audio/

 

 

Mit freundlichen Grüßen

Holger Laschka

Pressesprecher

 


Pressemitteilung: Für einen sicheren Impfbetrieb

18. Dezember 2020

 

Landtags-Grüne sehen Verbesserungsbedarf bei Ausstattung der Impfzentren, Nachsorge und Impfkampagnen der Staatsregierung

 

Gute Kommunikation, verlässliche Nachsorge, stabile IT-Infrastruktur: Für reibungslose Abläufe in Bayerns Impfzentren sehen die Landtags-Grünen in diesen drei Handlungsfeldern Nachholbedarf bei der Söder-Regierung. Sieben konzertierte Anfragen von Grünen-Abgeordneten haben aus Sicht der gesundheitspolitischen Sprecherin Christina Haubrich „Schwachstellen und Fallstricke der bayerischen Impfstrategie“ zutage gefördert. „Wir wollen, dass mit Bereitstellung der Impfstoffe der Impfbetrieb schnell und umfassend aufgenommen werden kann. Hierfür braucht es aber noch Verbesserungen und Präzisierungen und eine bessere Ansprache der Bürgerinnen und Bürger, um die Impfbereitschaft zu erhöhen.“

 

Aktuell liegt laut Auskunft der Söder-Regierung auf eine Anfrage von Stephanie Schuhknecht (Anlage) die Impfbereitschaft in der Allgemeinbevölkerung nur bei rund 50 Prozent. Das CSU-Gesundheitsministerium verweist in seiner Antwort auch auf vorgebliche Impfkampagnen in den sozialen Netzwerken. „Hier wird aus meiner Sicht die jüngere Zielgruppe komplett vergessen“, so Christina Haubrich. „Es gibt nicht einmal einen Instagram-Account, stattdessen aber Facebook-Werbung und klassische Plakate. Da muss schnell nachgesteuert werden.“

 

Kritisch sieht Christina Haubrich auch das Nachsorgekonzept in der aktuellen bayerischen Impfstrategie. Geimpfte Personen sollen sich laut Auskunft der Staatsregierung auf eine Anfrage von Tessa Ganserer (Anlage) bei auftretenden Problemen an ihren Hausarzt wenden. „Hier werden Verantwortlichkeiten unbillig delegiert“, findet Christina Haubrich. „So lassen sich Impfnebenwirkungen nicht zentral dokumentieren und einheitliche, immer bestmögliche Gegenmaßnahmen sind nicht garantiert.“

 

Mehr Anstrengungen und bessere personelle Ausstattung verlangen die Landtags-Grünen auch im Bereich der IT-Infrastruktur der Impfzentren. Laut Auskunft der Söder-Regierung auf eine Anfrage von Claudia Köhler (Anlage) sind „IT-Ansprechpartner“ zwar grundsätzlich im Personalbedarf der Zentren eingeplant. In der Realität werden die Einrichtungen aber mit dem Mindest-Personaleinsatz gefahren, der im Schichtbetrieb zwei fünfköpfige Teams aus medizinischen und Verwaltungsfachkräften vorsieht – aber keine IT-Betreuung. Gleichzeitig hapert es laut Auskunft der Söder-Regierung auf eine Anfrage von Benjamin Adjei (Anlage) beim Start noch an einer einheitlichen und erprobten Software zur Terminvermittlung und -verfolgung. „Im Bereich Digitalisierung hat CSU-Bayern bekanntermaßen großen Nachholbedarf“, so Christina Haubrich. „Hier braucht es deutlich größere Anstrengungen, um Pannen vergleichbar mit dem Test-Debakel im Sommer zu vermeiden.“

 

Holger Laschka

Pressesprecher