Corona-Bonus

3. Juli 2020

 

Heute gab es mehrere Demonstrationen von ver.di. Gefordert wurde ein Bonus für Mitarbeiter der Uniklinik. Zwischen April und Juni konnten Pflegekräfte den bayerischen Pflegebonus beantragen, eine einmalige Zuwendung von 500 Euro aus dem Sonderfond zur Corona-Pandemie. Der Gewerkschaft ver.di fordert jedoch mehr, zum einen mehr Geld für die Pflege und zudem, dass alle Beschäftigten an den Kliniken berücksichtigt werden. 

Mein Statement:

"Um die Verbreitung von Viren und Keimen zu verhindern, ist es elementar, dass die Reinigungskräfte ihre Arbeit professionell machen. Sie spielen eine ganz große Rolle. Aber auch alle, die zum Beispiel schnell für die Technik verantwortlich waren. Da wurde tolle, anstrengende Arbeit geleistet. 

 

Wir brauchen einen Pflegeschlüssel, der erlaubt, dass man am Abend nach Hause gehen kann und sagen kann: ich habe alles in einem angemessenen Tempo absolvieren können, ich habe meine Aufgaben zufriedenstellend erledigen können im Sinne des Patienten oder der Patientin."

 

 

Den kompletten Bericht von a-tv findet ihr HIER.

Wir Grüne haben im Landtag auch einen Antrag dazu gestellt, der leider abgelehnt wurde:

18. Wahlperiode 25.06.2020 Drucksache 18/8668 Drucksachen

 

Dringlichkeitsantrag der Abgeordneten Katharina Schulze, Ludwig Hartmann, Andreas Krahl, Gülseren Demirel, Thomas Gehring, Jürgen Mistol, Verena Osgyan, Tim Pargent, Gisela Sengl, Benjamin Adjei, Kerstin Celina, Barbara Fuchs, Tessa Ganserer, Christina Haubrich, Claudia Köhler, Eva Lettenbauer, Stephanie Schuhknecht und Fraktion (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

 

Professionelle Pflegekräfte anerkennen: Landtagsapplaus reicht nicht aus!

 

Der Landtag wolle beschließen:

 

Die Staatsregierung wird aufgefordert, den bayerischen Corona-Pflegebonus auszuweiten und in Form einer Gefahrenzulage in Höhe von 500 Euro monatlich an die Menschen, die in Einrichtungen im ärztlichen und pflegerischen Bereich arbeiten und einer besonderen Gefahr durch SARS-CoV-2 ausgesetzt sind, auszuzahlen, finanziert aus dem Sonderfonds Corona-Pandemie im Staatshaushalt (Kap. 13 19). Diese Zulage gilt, solange der Katastrophenfall in Bayern ausgerufen ist.

 

Begründung:

 

Die Corona-Krise stellt uns als Gesellschaft vor ungekannte Herausforderungen. Die Corona-Krise zeigt uns, wie sehr wir als Gesellschaft von guter Kranken- und Altenpflege abhängig sind. Eine Prämie zur Anerkennung der besonderen Leistung und Belastung der Pflegekräfte in der Corona-Krise ist richtig.

 

Bei dem bayerischen Corona-Pflegebonus handelt es sich um eine freiwillige Leistung des Freistaates Bayern für professionell Pflegende in Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken, in stationären Alten-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen sowie ambulanten Pflegediensten. Auch Rettungssanitäter, Rettungsassistenten und Notfallsanitäter sind Begünstigte.

 

Wir fordern die Staatsregierung auf, den Bonus für alle Menschen, die in Einrichtungen im ärztlichen und pflegerischen Bereich jetzt ihre eigene Gesundheit aufs Spiel setzen, um das Leben anderer zu retten, zu erweitern. Der Bonus soll in Form einer Gefahrenzulage, für alle die in diesen Zeiten mit COVID-19 in Kontakt sind, in Höhe von 500 Euro monatlich ausbezahlt werden. Diese Zulage gilt, solange der Katastrophenfall in Bayern ausgerufen ist. Aber auch alle anderen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im gesamten Gesundheitsbereich leisten jeden Tag unschätzbare Dienste und begeben sich in unmittelbare persönliche Gefahr. Pflegende aus allen Sektoren müssen berücksichtigt werden, ebenso die Ausweitung der Gefahrenzulage für Reinigungskräfte.

 

Schon in normalen Zeiten sind die Belastungen in diesen Berufen besonders hoch. Es braucht deshalb gerade jetzt ein deutliches Zeichen an alle Mitarbeitenden.

 

Der Antrag im PDF Format: Drucksache 18/8668