Coronavirus: Impfstoff

Impfstoff gegen SARS-CoV-2 Bis ein Impfstoff gegen das Corona Virus gefunden ist, muss ein langer und aufwendiger Prozess durchlaufen werden. Derzeit forschen weltweit Wissenschaftler*innen in mindestens 123 Projekten unter Hochdruck an einem Impfstoff. Die Entwicklung eines Impfstoffs durchläuft 6 Phasen:

 

 

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Die Phase 4 der klinischen Prüfung an Freiwilligen erfolgt in mehreren Etappen. In der ersten wird die Verträglichkeit und in der zweiten die Wirksamkeit an einer kleinen Zahl von Personen untersucht. In der dritten wird beides dann an einem großen Probandenkreis getestet. Um die Corona-Impfstoffsuche zu beschleunigen, dürfen aktuell weltweit Etappe eins und zwei zusammengelegt werden. Erst wenn die Ergebnisse der klinischen Tests vielversprechend ausfallen, durchläuft der Wirkstoff anschließend die weiteren Phasen. Von Vorteil ist, dass es bereits Kenntnisse über schon bekannte und z.T. mit SARS-CoV-2 verwandte Viren gibt.

 

Die Impfstoffentwicklung basiert häufig auf abgeschwächten Lebend- oder Totimpfstoffen, die im Körper eine Immunabwehr aktivieren. Diese etablierten Verfahren werden seit Jahrzehnten eingesetzt. Neu sind mRNA- (messenger RNA) oder DNA-Impfstoffe. Sie sollen im Körper ungefährliche Virusproteine bilden, die ebenfalls einen Immunschutz aufbauen. Allerdings gibt es zu diesem Verfahren noch keine Langzeiterfahrung.

 

 

Der Entwicklungsprozess kann in puncto Administration und bürokratische Hürden im Zulassungsverfahren gekürzt werden. Klinische Testphasen brauchen ein Sicherheitsprofil. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hält die Entwicklung eines Corona-Impfstoffs innerhalb eines Jahres für ein optimistisches Szenario. Es müsse gewährleistet sein, dass ein Impfstoff sicher und effektiv sei. Und wenn es einen Impfstoff gibt, dann muss er flächendeckend und in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Bis dahin haben wir noch einen langen Weg.